Ja auch hier in Sheffield kann man sich den intellektuellen Höhen hingeben und sich im glanz der großen Künste sonnen, und auf Einladung meines Landlords hab ich dass dann auch getan.
Im Crucible Theatre wo nicht nur die Snooker-WM ist sondern an spielfreien Tagen echtes Theater stattfindet lud er zu einem Kammermusik Konzert. Das Elias Quartett gab, von welchem er sehr schwärmte, gab eien Vorstellung. Ausverkauft versteht sich, Platz für ca. 400 leute, im Studio des Theaters, dass einzigartig angeordnet ist (so mein Landlord). Das Quartett sitzt dort nämlich lsutig in der mitte und die Stühle sind zu allen 4 Seiten von ihnen aufgestellt. Sie sitzen lustig in einem Quadrat mit dem Rücken zum Publikum gewandt und nach jedem fertigen Stückerl drehen sich die Damen und Herren gegen den Uhrzeigersinn(anticlockwise / counterclockwise, habs nachgeschlagen und natürlich recht gehabt D.E.P.P. ja ich mein dich) eins weiter. Damit man ihnen auch schön zuschauen kann was für Verrenkungen sie die machen, wenn sie wie in Extase ihre Instrumente malträtieren.
Gespielt haben sie was von Haydn ( das mit der Kaiserhymne drinnen, Emperor irgendwas heißt das hier) was von Bartok und von Beethoven (Nr. 2 Namirovsky oder so irgendwie hieß das). 1 und 3 kannte ich natürlich, wenn auch nicht namentlich hab ich Passagen doch wiedererkannt was irgendwie für die Schule spricht wenn sich das so einprägt, wenn ichs auch wahrscheinlich eher aus ner Bier oder Zahnpastawerbung kenne.
War mal was anderes und auch durchaus nett, speziell wenn man mal die deutsche NAtionalhymne live ohne die Stimmen zahlloser betrunkenen Fußballfans oder euphorischen Zuschauer bei anderen Sportgroßereignissen zu hören. Da klingt das gleich ganz anders. Das von Bartok hat mir fast am besten gefallen, war etwas dunkler und wie sie uns davor erklärt haben geprägt von Ungarischen Volksmusikrythmen etc. Höhepunkt in diesem war als sie für ein Movement ( so heißt 1 Abschnitt hier, keine Anung wie das in bei uns so heißt) alle ihre Bogen weggelegt haben und nur pizzicato gespielt haben. Für 10 minuten oder so. Find ich witzig da trainierst du dein ganzes Leben lang dass du mit dem Bogen keinem die Augen ausstichst und auch sonst die richtigen Noten triffst und dann gibts einfach so Komponisten die sagen schmeiß weg den Mist. Zumindestens kurzzeitig. Und diese BArtok eigenen Pizzicatos wo man die Saite fast kaputt macht, war sehr witzig zum anschauen. Wie die Akteure im allgemeinen, die 2 Damen im besonderen die haben sich da teilweise physisch verausgabt das glaubt man kaum. Sah anstrengend aus, aber für die Kunst muss man halt leiden.
Mit dem hiesigen Theaterpublikum hab ich mich auch verkracht, habe nämlich eine kleine Erkältung mit Husten, und der zwidere Mann der hinter mir saß gab mir in der Pause durch sein "Thank you for your contribution" zu verstehen dass man in England anscheinend nicht mit einer leichten Erkältung ins Theater geht sondern die KArten verfallen läßt wenn man nicht zum Duell aufgefordert werden will. Ich hät ihm ja gern zurückgegeben dass es mir leid tut nicht im Takt mitzuhusten, ich das Quartett jedoch zum ersten Mal sehe und deswegen noch nicht eingespielt bin mit ihnen aber da war ich ersten zu geschockt und zweitens machte er sich auch relativ flott aus dem Staub. Ja die Arroganz des Bildungsbürgertums und das obwohl ich mich so hübsch mit braunen Hemd und passender Hose angezogen habe. Wär ich bei der Deutschland/Kaiserhymne aufgestanden und jemand hät ein Foto gemacht hät ich mir die politische Karriere abschminken können.
Ja so war das wieder ein Tag vorbei, Marilena hats auch gefallen. Morgen wird der Urlaub zu Ostern geplant das wird sicher auch witzig, hoff euch geht es allen gut.
Andi
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1 Kommentar:
hi du, find ich super von deinem landlord, dass er deinen kunstlichen horizont erweitert
was deine reaktion auf die aussage deines hintermannes betrifft: ÜBEN; ÜBEN;ÜBEN.
das mit deiner krankheit tut mir leid aber wie du an der Aussage von marilena siehst: kein schaden ohne nutzten.
die sache mit ISQ hat sich erledigt. mein computer hat sich mit mir ausgesöhnt und zeigt mit mir den eintrag jetzt ugekürzt.
Gaaanz liieeb.
für marilena:
Yiá sou, tí kánis?
also bis die tage
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